„Was Knochen erzählen - Eine römische Pferde“bestattung“ aus dem Umfeld des Limeskastells Arnsburg“

Vortrag im Heuson-Museum

Am 14. Mai um 19 Uhr berichtet die Anthropologin Johanna Kranzbühler im Heuson-Museum in Büdingen über „Was Knochen erzählen - Eine römische Pferde“bestattung“ aus dem Umfeld des Limeskastells Arnsburg“. In unmittelbarer Nähe des Kastells Arnsburg-Alteburg am Wetteraulimes führt die hessenARCHÄOLOGIE seit 2014 Grabungen in der mittelalterlichen Wüstung Arnesburg durch. Eine Reihe von Befunden belegt eine limeszeitliche Nutzung des Areals. Hierzu zählt eine Grube des 2. Jahrhunderts mit einem vollständigen Pferdeskelett.

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Veranstaltungen im 1. Halbjahr 2019

Vorträge, Beginn jeweils 19.00 Uhr

14. Mai
Johanna Kranzbühler
Was Knochen erzählen 
Eine römische Pferde“bestattung“ aus dem Umfeld des Limeskastells Arnsburg

In unmittelbarer Nähe des Kastells Arnsburg-Alteburg am Wetteraulimes führt die hessenARCHÄOLOGIE seit 2014 Grabungen in der mittelalterlichen Wüstung Arnesburg durch. Eine Reihe von Befunden belegt eine limeszeitliche Nutzung des Areals. Hierzu zählt eine Grube des 2. Jahrhunderts mit einem vollständigen Pferdeskelett. Die Auffindung vollständiger Tierkadaver stellt im archäologischen Kontext eine Ausnahme dar, üblicherweise besteht das archäologische Fundmaterial aus zerkleinerten Abfällen. Dieser Befund erlaubt daher Rückschlüsse auf die mittelkaiserzeitliche Pferdewirtschaft in Obergermanien und den damaligen Pferdetyp, die sonst nicht möglich sind. Abnutzungserscheinungen an den Knochen zeugen außerdem von einer intensiven individuellen Nutzung der „Ressource Pferd“ im vorliegenden Fall.
Die Veranstaltung gliedert sich in einen Vortrag und eine Demonstration ausgewählter Tierknochenfunde einschließlich des Pferdeskeletts.

 

13. Juni
Ingrid Berg; Historischer Arbeitskreis Glashütten im Taunus
Glashüttenstandorte im Taunus – ihre Entdeckung, Erforschung und Bedeutung

Im Vergleich zu Glashüttenlandschaften anderer deutscher Mittelgebirge wie z.B. dem Spessart, Hils oder Kaufunger Wald scheint der Taunus kaum eine Rolle in der Glasgeschichte Europas zu spielen. Wenn in anderen Landschaften 100 und mehr Standorte von Glasproduktionsstätten bekannt wurden, kommt der Taunus bisher nicht über eine Zahl von 12 hinaus. Die archivalischen und archäologischen Forschungen der letzten gut 20 Jahre konnten dem Taunus aber eine große Bedeutung in Bezug auf Ofentechnologie, Formenreichtum der Produkte und verwendete Materialien zumessen.
Die Referentin war mehr als 20 Jahre lang Vorsitzende des Kulturkreises Glashütten e.V. und hat im Rahmen ihrer Vereinstätigkeit wesentliche Anstöße für die Erforschung der Glashüttenstandorte und deren Durchführung gegeben. Bei dem Vortrag soll auch der Blick gelenkt werden auf die Bedeutung der Glasmacherfamilie Wentzel, deren Mitglieder sowohl im Büdinger Raum als auch im Taunus tätig waren.

 

04. August
Gemeinsame Wanderfahrt mit dem VHC
Wanderfahrt zum Weinfest am Roten Hang in Nierstein. Besichtigung der Schwabsburg, eine Reichsburg mit den Resten eines Bergfrieds aus dem 12. Jh. Weitere Infos entnehmen Sie bitte der Tagespresse.