Ist denn da niemand, der mich hört? - 01. und 14. September 2013

Historisches Theater mit Theodobo

Theodobo (Theater ohne doppelten Boden) zeigte anlässlich des 400. Todestages des Ysenburger Hofpredigers Anton Praetorius am 1. und 14. September im Heuson-Museum ein Theater in Fragmenten. Lieder und Bilder einer Zeit geprägt von jahrzehntelangen Klimaverschlechterungen, Hungersnöten, Pestepidemien und Kriegen. Das Ende der Welt scheint nah und die Theologen streiten darum, welche Auslegung von Gottes Wort die richtige sei um diesem Teufelsgebaren entgegenzutreten.

Anton Praetorius, der ursprünglich  Befürworter von Hexenverfolgungen war, tritt ungeachtet der Konsequenzen entschlossen gegen Folter und Ungerechtigkeit ein. Er ist ein Mensch, der nach eigenen schweren Schicksalsschlägen eine Kehrtwendung vollzieht und mutig gegen Obrigkeit und religiöse Hörigkeit antritt.  Man hat diesen Verfechter der Menschenrechte daher als einen „Vorgänger“ von Amnesty International bezeichnet.