Von der Quelle bis zur Mündung - 16. Februar 2012

Frank-Uwe Pfuhl (NABU) referierte im Büdinger Heuson-Museum über den Seemenbach „Von der Quelle bis zur Mündung“.

Ein Hauch von Orient liegt über dem Verlauf des Seemenbaches: An seiner Quelle erblickt er die aufgehende Sonne, fließt in Büdingen nahe dem Jerusalemer Tor vorbei und beschreibt den östlichen Rand der Auenlandschaft Wetterau. Nach nur 37 Kilometern mündet der Seemenbach dann beim Naturschutzgebiet „Im Rußland“ und in der „Kuhweide“ bei Lindheim in die Nidder.

Aus dem waldreichen Hohen Vogelsberg fließt der Seemenbach bei Ober- und Mittel-Seemen in eine nur noch inselartig bewaldete Ackerlandschaft. Nach einigen Kilometern durch den Büdinger Wald erreicht der Fluss das Ronneburger Hügelland mit seinem bei Düdelsheim breiten Tal und einer intensiven Grünlandwirtschaft. Im Bereich des Hochwasserrückhaltebeckens bei Düdelsheim hat er auch seine naturfernsten Gewässerabschnitte.

Besonders reizvoll sind die oberen Abschnitte des Seemenbaches. Hier ist er noch weitestgehend in einem natürlichen Zustand und lädt insbesondere zwischen Rinderbügen und Büdingen auf dem begleitenden Feldweg zu einem Spaziergang durch eine idyllische kleine Flusslandschaft mit Wiesen und artenreichen Waldrändern ein. Der Fluss rauscht über Geröll daher. An den Ufern treten immer wieder kleine, rostbraun verfärbte Rinnsale eisenhaltigen Wassers aus.

Der Vortrag mit zahlreichen Fotos brachte spannende Einblicke in die Kulturlandschaft entlang des Bachlaufs.