Warum der Bonifatiusweg über den Glauberg ging - 09. Dezember 2011

Am 09. Dezember 2011 referierte Christian Vogel, der Vorsitzende der Vereinigung für Heimatgeschichte, beim Büdinger Geschichtsverein über den Bonifatiusweg und dessen Verlauf in unserer Region.

Der Bonifatiusweg ist identisch mit der seinerzeitigen Hauptverbindung aus dem Rhein-Main-Gebiet nach Osten. Er lässt sich überhaupt nur rekonstruieren, weil es 8 gesicherte Punkte gibt. Zu diesen gehören die beiden Bonifatiusbrunnen auf dem Ohlenberg bei Windecken und unter der Grebenhainer Höhe. Ihre Lage schließt für den Wegeverlauf das Niddertal und die Reffenstraße aus, so dass nur noch die Höhen links und rechts von der Nidder bleiben und es einen Übergang von der einen Seite der Nidder zur andern gegeben haben muss. Wenn man berücksichtigt, dass alte Straßen grundsätzlich trocken, möglichst grade und nach Süden offen über die Höhen führten, bietet das Gelände einen nachvollziehbaren Übergang nur über den Glauberg. Dass dort die Überführungsprozession Halt machte, dafür gibt es eine indirekte chronikalische Überlieferung. Und der alte Straßenverlauf zwischen den beiden Brunnen ist noch überraschend vielfältig erhalten.