Gräfin Elisabeth von Ysenburg-Ronneburg, 12. April - 06. Juli 2014

Zur Ausstellung hielt am 30. April 2014 Pfarrer Bernd Kramer einen Vortrag über die restaurierten Funde der Gräfin Elisabeth von Ysenburg-Ronneburg aus Wandersleben. Das Dorf Wandersleben ist Ortsteil der Einheitsgemeinde Drei Gleichen. Im Vortrag werden die zentralen Funde aus der dortigen St.-Petri-Kirche behandelt: Gebetbucheinbandverzierung aus der Gruft der Gräfin Elisabeth von Ysenburg-Ronneburg, geborene von Gleichen-Tonna; der Zinnsargdeckel mit Inschriften und das goldene mit Edelsteinen besetzte Armband der Gräfin. Elisabeth wurde am 20. September 1615 in der Wanderslebener Kirche beigesetzt, nachdem sie am 19. Juli 1615 auf der Ronneburg verstorben war.

 

 

 

 

Zur Ausstellung: Die Ronneburg - Von der Burg zum Renaissance-Schloss

Wie vollzog sich der Übergang der Ronneburg von einer Holzburg zu einem Schloss? Welche Personen sind mit diesem Veränderungsprozess verknüpft? Auf welchen Wegen nahmen Ideen und Lebensstil der Renaissance Einfluss auf die Bautätigkeiten auf der Burg? Wer hat die meisterlichen Steinmetzarbeiten angefertigt? Antworten auf diese Fragen gibt das Buch von Dr. Walter Nieß zur Baugeschichte der Ronneburg. Seine Abhandlung beschreibt die Entwicklung einer keltischen Fliehburg zu einer Straßenwachstation des Erzbistums Mainz an der Verbindungsstraße mit Erfurt, schließlich zu einer Vasallenburg und zu einem Renaissance-Schloss.

Das Zeitalter der Renaissance auf der Ronneburg begann mit Graf Anton von Ysenburg-Büdingen-Ronneburg. Unter ihm und seinen Söhnen nahm auf der Burg die neue architektonische Zeitströmung Gestalt an. Von starker Bedeutung für die Umsetzung dieser Bauelemente waren dabei zwei Schwiegertöchter aus dem Elsaß.

Doch weder Anton noch Söhne und Schwiegertöchter mauerten selbst. Welche Steinmetzmeister waren mit der Ausführung betraut? Walter Nieß stellt dem Leser die baulichen Vorbilder für die Umbauten und Erweiterung der Ronneburg vor. Beispielhaft wird dabei die Bedeutung des Kurmainzischen Schlosses Höchst am Main erörtert.

Die Einführung der Renaissance mit ihrer offenen und großzügigen Bauweise fiel jedoch mit einer einschneidenden Abkühlungsphase in unseren Breitengraden zusammen. Die auf mediterranem Klima fußende Renaissance führte damit zu Problemen, die bautechnisch schwer lösbar waren. Darunter hatten die Bewohner zu leiden, deren Lebensstil an anschaulichen Belegen dokumentiert wird. Nicht nur die Kosten für die Baumaßnahmen werden aufgeführt, auch die Kosten gräflicher Lebensführung bei der Heirat des Grafen Heinrich mit Gräfin Maria von Rappoltstein vermitteln uns ein plastisches Bild des adeligen Lebens.

Ein stenographischer Lebenslauf von Graf Heinrich von Isenburg-Ronneburg verschafft zugleich Einblick in übergreifende politische Zusammenhänge und zeigt Ysenburger Geschichte als einen Teil deutscher Machtpolitik. Zum breiteren Verständnis der Aktivitäten auf der Ronneburg trägt die Übersicht über die Generationsfolge der Grafen von Isenburg und des Aussterbens der Ronneburger Linie bei. Im letzten Kapitel behandelt Walter Nieß diese Folgen und zeichnet akribisch den Verlauf eines Machtkonflikts zwischen den Familien nach.

116 Seiten, 29 Abbildungen, 12,00 €

Sie erhalten es im Heuson-Museum
oder bei

Joachim Cott, Am Wildenstein 11, 63654 Büdingen
Telefon: 06042 952334 E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! geschichtswerkstatt-buedingen.de