Aus Alltag und Beruf - Exponate

Hausfunde (Leihgaben aus dem Stadtarchiv):

Drei Keramikscherben, 16./17. Jh.
auf der Innenseite glasiert. Die zwei Wand- und eine Bodenscherbe stammen von einem hohen Gefäß.

Hornkamm, 18./19. Jh.
Steckkamm zum Hochstecken einer Frisur mit einem abgerundeten, mit floralen Mustern dekorierten Zierteil und ursprünglich vermutlich 10 langen Zinken. Zwei Reparaturstellen mit Eisenplättchen zeigen, dass der Kamm über längere Zeit benutzt wurde.

Zylinderförmiges Apothekergewicht aus Metall, 1. Hälfte 18. Jh.
Es hat ein Gewicht von 116 Gramm, das entspricht 8 Lot. Diese Maßeinheit war hauptsächlich im deutschen Sprachgebiet in Gebrauch und wurde zwischen 1868 und 1872 von Gramm-Maß abgelöst. Auf der Innenseite des Bodens ist eine „8“ eingeprägt. Das Objekt gehörte zu einem Messbechersatz mit unterschiedlich großen Einsätzen.

Zunftgerät

Zunftzeichen/Aushangschild in Brezelform aus Messing, 1785
Die „Messingbrezel“ ist nur auf der Vorderseite verziert und konnte mit Hilfe eines Stifts auf einer Unterlage befestigt werden.
6.12.4/1

Hölzerne Zunfttruhe, 18. Jh.
Die Truhe ist mit gerahmten sternförmig bzw. rechteckig aufgesetzten Holzteilen verziert. Sie hat im Inneren eine abschließbare Beilade für wertvolles oder zerbrechliches Zunftgut. Leider ist auf Grund fehlender Zunftzeichen keine Berufszuordnung möglich.
6.13.7/2

Fragmente eines mundgeblasenen Glasfläschchens, 1779
Dieses Fläschchen gehörte zum Zunftgerät der Schneider und ist mit Schneiderwerkzeug dekoriert: blaue Schere in der Mitte, darum herum gelbe Elle, blaues Bügeleisen mit gelbem Griff, weißes Wollknäuel, blau-gelber Pfriem, Garnrolle? und rotes Herz.
6.10.7/1

Töpferei

Objektauswahl der Töpferei Aulendiebach.
19.1.10/20

Warenverkehr

Münzwaage aus Messing, 1. Hälfte 18. Jh.
Balkenwaage und verschiedene Gewichte, die sich durch Form, Größe und Stempelung unterscheiden.
9.9.4/2

Sechsteiliger Messbechersatz aus Messing, zwischen 1707 und ca. 1725
Die einzelnen Gefäße sind alle mit ihrer Gewichtseinheit in Lot ( 16, 8, 4, 2, 1 ) gestempelt. Das Meisterzeichen des Gewichtemachers befindet sich auf dem größten Messbecher, der als einziger auch einen Deckel hat. Alle Becher lassen sich in den Größten stellen. Zusammen ergeben sie ein Gewicht von 486 Gramm.
10.2.3/1

Hausbau

Tondachziegel (Biberschwanz), 15./16.Jh.
mit lateinischem Sinnspruch und einer Kuckucksdarstellung. „Der Gugger singt sein lebenlang und lernet doch kein ander gsang“ oder „Der Gugger singt sein Gesang, ob der schon alt ist.“
1.1.11/34

Tondachziegel, 1522
„Biberschwanz“ mit eingeritzter Jahreszahl.
1.1.11/1

Firstziegel, Ende 19./Anfang 20. Jh.
mit „Knaufverzierung“ aus gebrantem Ton.
1.1.11/3

Lehmziegel, 17.-19. Jh.
Lehmziegel mit Strohanteil einer Gefachfüllung eines Fachwerkhauses.
1.2.8/1

Zwei verzierte eiserne Türschlösser, 17./18. Jh.
1.1.3/10, 19

Eiserner Türschlüssel, 15. Jh.
1.1.3/33

Holz-Modell eines Turm-Dachstuhls, 1910 und jünger
1.7.1/2 

Holz-Modell eines Fachwerkhauses des 15. Jahrhunderts, um 1910
Das Modell zeigt das „Lauter`sche Haus“ in der Büdinger Schlossgasse. Das Haus steht traufseitig zur Straße, hat quer zum Giebel des Hauptdachs ausgerichtete Giebel, sog. Zwerchgiebel und ein gewalmtes Dach. Walmdächer bieten durch ihre an allen Hausseiten geneigten Dachflächen weniger Angriffsfläche für den Wind.
1.7.1/1

Holzmodell eines Fachwerkhauses des 15. Jahrhunderts, um 1910
Das Modell zeigt ein Fachwerkhaus mit Satteldach.
1.7.1/3

Die Modelle wurden von der „Holzklasse“ der beruflichen Schule Büdingen angefertigt.